Novaminsulfon

Novaminsulfon

Gebrauchsinformation

Bezeichnung des Tierarzneimittels:
Novaminsulfon 500 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Rinder, Schweine, Hunde
Metamizol-Natrium

Anwendungsgebiet(e):
Pferde, Rinder, Schweine:
Schmerzbehandlung bei Kolikformen unterschiedlicher Genese oder sonstigen krampfartigen Zuständen der Bauchhöhlenregion bei Pferd und Rind.
Lumbago
Schlundverstopfung
Fieberhafte Erkrankungen wie schwere Mastitiden, MMA-Komplex (Mastitis-Metritis-Agalaktie-Komplex), Schweineinfluenza
Akute und chronische Arthritiden, rheumatische Zustände der Muskulatur und der Gelenke, Neuritiden, Neuralgien und Tendovaginitiden.

Hunde:
Akute und chronische Arthritiden, rheumatische Zustände der Muskulatur und der Gelenke, Neuritiden, Neuralgien und Tendovaginitiden.

Zieltierart(en):
Pferde, Rinder, Schweine, Hunde

Genehmigungsdatum der Packungsbeilage:
Juni 2009

Weitere Angaben:
Packungsgrößen:
OP (1 x 100 ml Injektionsflaschen)
OP (6 x 100 ml Injektionsflaschen)
OP (12 x 100 ml Injektionsflaschen)
BP 6 x (1 x 100 ml Injektionsflaschen)
BP 12 x (1 x 100 ml Injektionsflaschen)
BP 8 x (6 x 100 ml Injektionsflaschen)
BP 4 x (12 x 100 ml Injektionsflaschen)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Wirkstoff(e) und sonstige Bestandteile:
1 ml Injektionslösung enthält:
Wirkstoff: Metamizol-Natrium 1H2O 500,0 mg

Sonstige Bestandteile, deren Kenntnis für eine zweckgemäße Verabreichung des Mittels erforderlich ist:
Benzylalkohol: 20,0 mg 

Gegenanzeigen:
Bei folgenden Zuständen soll Novaminsulfon nicht angewendet werden:
Vorliegen von Magen-Darm-Ulcera, chronischen gastrointestinalen Störungen, Störungen des hämatopoetischen Systems, Niereninsuffizienz, Koagulopathien, Bronchialasthma.
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Nebenwirkungen:
Insbesondere die langfristige und hochdosierte Anwendung von Novaminsulfon kann das Auftreten folgender Nebenwirkungen begünstigen:
Reizungen und Gefahr von Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Beeinträchtigung der Nierenfunktion, Blutbildveränderungen, Leukozytendepression, allergische Reaktionen, Bronchospasmen bei disponierten Tieren.
Bei längerfristiger Anwendung ist das Blutbild zu kontrollieren.

Falls Sie eine Nebenwirkung bei Ihrem Tier / Ihren Tieren feststellen, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt ist, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung:

Pferde:
langsame intravenöse Anwendung
20-50 mg Metamizol-Natrium / kg KGW entsprechend 2-5 ml Novaminsulfon pro 50 kg KGW

Rinder:
langsame intravenöse Anwendung
20-40 mg Metamizol-Natrium / kg KGW entsprechend 2-4 ml Novaminsulfon pro 50 kg KGW

Schweine:
langsame intravenöse und intramuskuläre Anwendung 15-50 mg Metamizol-Natrium / kg KGW entsprechend 0,3-1 ml Novaminsulfon pro 10 kg KGW

Hunde:
langsame intravenöseund intramuskuläre Anwendung 20-50 mg Metamizol-Natrium / kg KGW entsprechend 0,04 - 0,1 ml Novaminsulfon pro kg KGW.

Die angegebenen Dosen sind Einzeldosen und können bei Bedarf im Abstand von 8 Stunden wiederholt werden.

Hinweise für die richtige Anwendung:
Siehe besondere Warnhinweise.

Wartezeit:

Rinder (i.v.):
Essbare Gewebe: 12 Tage
Milch: 4 Tage

Pferde (i.v.):
Essbare Gewebe: 12 Tage

Schweine (i.v., i.m.):
Essbare Gewebe: 15 Tage

Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Besondere Lagerungshinweise:
Im Originalkarton oder vor Licht geschützt lagern.

HaItbarkeit im unversehrten Behältnis: 3 Jahre
HaItbarkeit nach Anbruch des Behältnisses: 28 Tage.

Nach Ablauf dieser Frist sind im Behältnis verbleibende Reste des Arzneimittels zu verwerfen.
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden.

Besondere Warnhinweise:

Überdosierung:
Im Fall einer akuten Überdosierung kommt es zu starkem Speichelfluss, Erbrechen, Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps. Zunächst zeigen sich erhöhte Atemfrequenz und Krämpfe, später kommt es zu Koma und Atemlähmung. Bei Anzeichen einer Überdosierung ist Novaminsulfon sofort abzusetzen, die Behandlung erfolgt symptomatisch.

Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation:
Die Anwendung in der Spätphase der Trächtigkeit erfordert eine strenge Indikationsstellung. Die Metaboliten von Metamizol überwinden die Plazentarschranke und gehen in die Milch über.

Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Anwendung von Induktoren der Lebermikrosomenenzyme (z. B. Barbiturate, Phenylbutazon) wird die Halbwertszeit von Metamizol und damit die Wirkungsdauer verkürzt. Die gleichzeitige Gabe von Neuroleptika, insbesondere Phenothiazinderivaten, kann zu schwerer Hypothermie führen. Weiterhin steigt die Gefahr gastrointestinaler Blutungen bei gleichzeitiger Anwendung von Glucocorticoiden. Die diuretische Wirkung von Furosemid wird abgeschwächt. Gleichzeitige Gabe von anderen schwachen Analgetika verstärkt die Wirkungen und Nebenwirkungen von Metamizol.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Wegen der möglichen Schockgefahr sollte bei intravenöser Anwendung von Novaminsulfon besonders langsam injiziert werden. Hypotone oder instabile Kreislaufsituationen erfordern eine strenge Indikationsstellung.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Keine Angaben.
Name und Anschrift des Zulassungsinhabers und, wenn unterschiedlich des Herstellers, der für die Chargenfreigabe verantwortlich ist:

Zulassungsinhaber und Hersteller:
Albrecht GmbH
Hauptstr. 6 – 8
88326 Aulendorf

Hersteller:
Eurovet Animal Health BV
Handelsweg 25
5531 AE Bladel
Niederlande

Bela-Pharm GmbH & Co. KG
Lohner Straße 19
D-49377 Vechta