Oxytocin Injektionslösung 10 IE / ml

Oxytocin Injektionslösung 10 IE / ml

Gebrauchsinformation 

Bezeichnung des Tierarzneimittels:
OXYTOCIN Injektionslösung 10 IE / ml, Injektionslösung für Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde, Schweine, Hunde, Katzen
Wirkstoff: Oxytocin

Anwendungsgebiet(e):
Zur Anregung von Uteruskontraktionen während der Geburt und im Puerperium sowie zur Milchabgabeförderung.

Pferde:
Wehenschwäche, Milchabgabestörung.

Rinder:
Milchabgabestörung, Entfernung der Residualmilch zur Unterstützung der Mastitistherapie, Wehenschwäche, Atonia uteri, Retentio secundinarum, Unterstützung der Uterusinvolution.

Schweine:
Wehenschwäche, Verkürzung der Geburtsdauer, Atonia uteri, Retentio secundinarum, Milchabgabestörung, zur Unterstützung der Mastitistherapie.

Schafe:
Wehenschwäche.

Ziegen:
Wehenschwäche.

Hunde:
Wehenschwäche, Milchabgabestörung.

Katzen:
Wehenschwäche.

Zieltierart(en):
Rind, Schaf, Ziege, Pferd, Schwein, Hund, Katze

Genehmigungsdatum der Packungsbeilage
28.12.2012


Weitere Angaben:
Durchstechflaschen - 10 ml Braunglasflasche der Glasart Typ I, 50 ml und 100 ml Braunglasflasche der Glasart Typ II jeweils mit Brombutylkautschukstopfen und Aluminium-Bördelkappe

OP (1x10 ml)
OP (5x10 ml)
OP (6x10 ml)
OP (12x10 ml)
BP 5x (1x10ml)
BP 6 x (1x10ml)
BP 12 x (1x10ml)
OP (5x10 ml)
OP (10x10 ml)

OP (1x50 ml)
OP (6x50 ml)
OP (12x50 ml)
BP 6 x (1x50ml)
BP 12 x (1x50ml)

OP (1x100 ml)
OP (6x100 ml)
OP (12x100 ml)
BP 6 x (1x100ml)
BP 12 x (1x100ml)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Wirkstoff(e) und sonstige Bestandteile:
1 ml Injektionslösung enthält:
Wirkstoff:
Oxytocin 16,6 µg (entspr. 10 IE)

Sonstige Bestandteile, deren Kenntnis für eine zweckgemäße Verabreichung des Mittels erforderlich ist:
Chlorobutanol-Hemihydrat 3,0 mg

Gegenanzeigen:
Mechanische Geburtshindernisse, Lageanomalien, Krampfwehen, drohende Uterusruptur, Torsio uteri, relativ zu große Früchte sowie Missbildungen der Geburtswege.
Anwendung bei der nicht zur Geburt vorbereiteten Stute.
Anwendung zur Beschleunigung der Geburt bei nicht geöffneter Zervix.

Nebenwirkungen:
Uterine Hyperkontraktibilität, Tetanus uteri, Uterusruptur, Geburtskomplikationen (Sturmwehen, Retentio secundinarum) beim Pferd (70-80 I.E. i.m.).
Nach erfolgter Behandlung der Milchretention der Sauen können bei einer Dosis von 0,22 I.E./kg/Tag Ferkeldiarrhoen von eintägiger Dauer auftreten.
Geburtsverhaltung beim Schwein (>10 I.E. i.v.)
Beim Schwein Tetanus uteri, verlängerte Geburtsdauer, vorzeitige  Plazentalösung (5-10 I.E. Oxytocin i.m. in Verbindung mit Prostaglandinen zur Geburtsinduktion).
Beim Hund in Einzelfällen Hämatome an den Uterusbändern (5-7 I.E. i.v.).
Bereits bei therapeutischen Dosierungen kann nach i.v. Applikation eine Dauerkontraktion des Uterus mit Nabelzuflussblockade und damit eine Reduzierung der Lebensfähigkeit der Feten eintreten.
Falls Sie eine Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung:
Zur i.m., sc. und i.v. Anwendung.
Zur einmaligen Verabreichung.

Pferde:
Wehenschwäche: 40-60 I.E. Oxytocin entsprechend 4-6 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m.
Milchabgabestörung: 30-40 I.E. Oxytocin entsprechend 3-4 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m.

Rinder:
Milchabgabestörung, Entfernung der Residualmilch zur Unterstützung der Mastitistherapie: 0,5-10 I.E. Oxytocin entsprechend 0,05-1 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.v.
Wehenschwäche, Atonia uteri, Retentio secundinarum: 25 I.E. Oxytocin entsprechend 2,5 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.v.
Unterstützung der Uterusinvolution: 80 I.E. Oxytocin entsprechend 8 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m.

Schweine:
Wehenschwäche, Verkürzung der Geburtsdauer, Atonia uteri, Retentio secundinarum: 20-25 I.E. Oxytocin entsprechend 2-2,5 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m.
25 I.E. Oxytocin entsprechend 2,5 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m. + 0,125 I.E. Oxytocin entsprechend 0,0125 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro min pro Tier als i.m. Infusion.
Milchabgabestörung, zur Unterstützung der Mastitistherapie: 15 I.E. Oxytocin entsprechend 1,5 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m.

Schafe:
Wehenschwäche: 1-20 I.E. Oxytocin entsprechend 0,1-2 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m.

Ziegen:
Wehenschwäche: 1-3 I.E. Oxytocin entsprechend 0,1-0,3 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m., sc.

Hunde:
Wehenschwäche:1-20 I.E. Oxytocin entsprechend 0,1-2 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m.
Milchabgabestörung:0,2-1 I.E. Oxytocin entsprechend 0,02-0,1 ml OXYTOCIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m., sc.

Katzen:
Wehenschwäche: 2-5 I.E. Oxytocin entsprechend 0,2-0,5 ml OXYTOIN Injektionslösung 10 I.E. / ml pro Tier i.m.

Hinweise für die richtige Anwendung:
Siehe oben (Art der Anwendung)

Wartezeit:
Intravenöse Injektion:        
Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde:
Essbare Gewebe:   0 Tage
Milch:                          0 Tage
Schweine:
Essbare Gewebe:   0 Tage
    
Intramuskuläre und subkutane Injektion:
Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde:
Essbare Gewebe:    3 Tage
Milch:                           0 Tage
Schweine:
Essbare Gewebe:    3 Tage

Besondere Lagerungshinweise:
Lagerung bei 2 - 8°C.
Nach Anbruch nicht über +25 °C lagern.
Haltbarkeit nach Anbruch: 7 Tage.
Im Behältnis verbleibende Restmengen des Arzneimittels sind nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums nach Anbruch zu verwerfen.
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Besondere Warnhinweise:
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:
Keine Angaben.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Bei intravenöser Injektion sehr langsam injizieren.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Der direkte Kontakt des Arzneimittels mit der Haut und den Schleimhäuten des Anwenders ist zu vermeiden. Eine Selbstinjektion sollte vermieden werden. Nach versehentlicher Selbstinjektion sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Schwangere, insbesondere im letzten Drittel der Schwangerschaft, sollten den Umgang mit dem Produkt meiden, da Oxytocin Kontraktionen der glatten Muskulatur, (z.B. der Gebärmutter), auslösen kann.

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:
Keine Angaben.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln:
ß-Adrenolytika verstärken die wehenfördernde Wirkung von Oxytocin.
Prostaglandine und Oxytocin verstärken sich in ihrer wehenfördernden Wirkung.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich:
Überdosierungen können zu kurzzeitiger Vasodilatation und Blutdruckabsenkung, Wasserretention, Dauerkontraktion des Uterus mit Nabelzuflussblockade, fötaler Hypoxie und Reduzierung der Lebensfähigkeit der Feten als Folge, Tachykardie, Uterusruptur, beim Pferd zu Geburtskomplikationen (Sturmwehen, Retentio secundinarum) und beim Schwein zur Geburtsverhaltung führen.Die Behandlung mit Oxytocin Injektionslösung ist in diesen Fällen sofort zu unterbrechen.

Inkompatibilitäten:
Vermischungen mit anderen Arzneimitteln sind wegen der Gefahr möglicher Inkompatibilitäten zu vermeiden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Tierarzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich:
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

Hersteller:
Bela-Pharm GmbH & Co. KG
Lohner Str. 19
49377 Vechta