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Nutztiere

Rinder Schweine

Produktbeschreibung

ZUSAMMENSETZUNG

Ein ml enthält:

Wirkstoff:

Marbofloxacin ...................................................................... 100,0 mg

Sonstige Bestandteile:

Qualitative Zusammensetzung sonstiger Bestandteile und anderer BestandteileQuantitative Zusammensetzung, falls diese Information für die ordnungsgemäße Verabreichung des Tierarzneimittels wesentlich ist
Natriumedetat0,1 mg
3-Sulfanylpropan-1,2-diol1,0 mg
Metacresol2,0 mg

Injektionslösung.
Gelbgrünliche bis gelbbräunliche Lösung.

ZIELTIERART(EN)

Rind, Schwein

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Rinder:

Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, hervorgerufen durch empfindliche Stämme von Pasteurella multocida, Mannheimia (Pasteurella) haemolytica und Mycoplasma bovis.

Zur Behandlung der akuten Mastitis während der Laktation, hervorgerufen durch E. coli-Stämme, die gegenüber Marbofloxacin empfindlich sind.

Schweine:

Zur Behandlung des Mastitis-Metritis- Agalaktie-Syndroms, hervorgerufen durch Bakterienstämme, die gegenüber Marbofloxacin empfindlich sind.

Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen bei Mastschweinen, hervorgerufen durch empfindliche Stämme von Actinobacillus pleuropneumoniae, Mycoplasma hyopneumonia und Pasteurella multocida hervorgerufen werden.

GEGENANZEIGEN

Bakterielle Infektionen mit Resistenz gegenüber anderen Fluochinolonen (Kreuzresistenz).

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, ein anderes Chinolon oder einen der sonstigen Bestandteile.

BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Fluorchinolone sollten der Behandlung klinischer Zustände vorbehalten bleiben, die auf andere Klassen von Antibiotika unzureichend angesprochen haben bzw. Bei denen mit einem unzureichenden Ansprechen zu rechnen ist.

Fluorchinolone sollten möglichst nur nach erfolgter Empfindlichkeitsprüfung angewendet werden. Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die offiziellen und örtlichen Richtlinien für Antibiotika zu beachten.
Eine von den Vorgaben in der Fachinformation abweichende Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Bakterien, die gegen Fluorchinolone resistent sind, erhöhen und die Wirksamkeit von Behandlungen mit anderen Chinolonen infolge möglicher Kreuzresistenzen vermindern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Nicht zutreffend.

Trächtigkeit und Laktation:

Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Bei Anwendung des Tierarzneimittels bei Sauen und Kühen wurde die Verträglichkeit des Tierarzneimittels in einer Dosis von 2 mg/kg für tragende Kühe, Saugferkel sowie Milchkälber belegt.
Die Verträglichkeit des Tierarzneimittels für trächtige Kühe oder Milchkälber bei 8 mg/kg wurde nicht untersucht.

Laboruntersuchungen an Ratten und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf teratogene, embryotoxische
oder maternale Toxizität von Marbofloxacin.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Keine bekannt.

Überdosierung:

Nach der Verabreichung der dreifachen empfohlenen Dosis wurden keine Anzeichen einer Überdosierung beobachtet.
Eine Überdosierung kann Anzeichen von akuten neurologischen Störungen verursachen, die symptomatisch behandelt werden müssten.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

NEBENWIRKUNGEN

Rind und Schwein:

Sehr selten
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich
Einzelfallberichte):
Reaktion an der Injektionsstelle1, 2 (z. B. Schmerzen an der Injektionsstelle;
Schwellung an der Injektionsstelle);
Unbekannte Häufigkeit
(kann auf der Basis der verfügbaren Daten
nicht geschätzt werden)
Läsion an der Injektionsstelle (z. B. entzündliche Läsionen)1, 3

1 nach intramuskulärer Injektion
2 vorübergehend
3 kann bis zu 12 Tage nach der Injektion anhalten

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite
https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

i.m., s.c. oder i.v.

Rinder:

Bei Rindern ist die subkutane Anwendung lokal besser verträglich als die intramuskuläre Anwendung. Bei schweren Rindern wird daher eine subkutane Injektion empfohlen. Die Injektionen sollten vorzugsweise im Nacken erfolgen.

Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen:

Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, hervorgerufen durch empfindliche Stämme von Pasteurella multocida, Mannheimia haemolytica: Die empfohlene Dosierung beträgt 8 mg/kg Körpergewicht (2 ml des Tierarzneimittels/25 kg Körpergewicht) als einzelne intramuskuläre Injektion.

Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, hervorgerufen durch empfindliche Stämme von Mycoplasma bovis: die empfohlene Dosierung beträgt 2 mg/kg Körpergewicht (1 ml des Tierarzneimittels/50 kg Körpergewicht) einmal täglich als subkutane oder intramuskuläre Injektion an 3 bis 5 aufeinanderfolgende Tage. Die erste Injektion kann intravenös erfolgen.

Zur Behandlung der akuten Mastitis:

Die empfohlene Dosierung beträgt 2 mg /kg (1 ml Tierarzneimittel/50 kg Körpergewicht) täglich als einzelne subkutane oder intramuskuläre Injektion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.
Die erste Injektion kann auch intravenös erfolgen.

Schweine:

Die Injektionen sollten vorzugsweise im Nacken erfolgen.

Zur Behandlung des postpartalen Dysgalaktie-Syndroms -PDS- (Mastitis-Metritis-Agalaktie-Syndroms):
Die empfohlene Dosierung beträgt 2 mg/kg Körpergewicht (1 ml/50 kg Körpergewicht), täglich als einzelne intramuskuläre Injektion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.

Zur Behandlung von Atemwegsinfektionen bei Mastschweinen:
Die empfohlene Dosierung beträgt 2 mg /kg Körpergewicht (1 ml/50 kg Körpergewicht), täglich als einzelne intramuskuläre Injektion an 3 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen.

HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten und um eine Unterdosierung zu vermeiden, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

WARTEZEIT(EN)

Rinder:

AnwendungsgebietAtemwegsinfektionenMastitiden
Dosierung2 mg/kg für 3 bis 5 Tage
(i.v./i.m./s.c.)
8 mg/kg einmal
(i.m.)
2 mg/kg für 3 Tage
(i.v./i.m./s.c.)
Essbare Gewebe6 Tage3 Tage6 Tage
Milch36 Stunden72 Stunden36 Stunden

Schweine:
Essbare Gewebe: 4 Tage

BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Vor der Entnahme der ersten Dosis sind für dieses Tierarzneimittel bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nach Entnahme der ersten Dosis: nicht über 25°C lagern.

Vor Licht schützen.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis und dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen / Anbruch des Behältnisses: 28 Tage

BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation
entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

EINSTUFUNG VON TIERARZNEIMITTELN

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt

ZULASSUNGSNUMMER UND PACKUNGSGRÖSSEN

Zul.-Nr.: 400158.00.01

Eine Durchstechflasche pro Karton.
Durchstechflaschen aus Braunglas Typ II mit 20 ml, 50 ml, 100 ml oder 250 ml, verschlossen mit einem Chlorbutyl-Gummistopfen und einer Aluminiumkappe.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

DATUM DER LETZTEN ÜBERARBEITUNG DER PACKUNGSBEILAGE

04/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

KONTAKTANGABEN

Zulassungsinhaber:
VETOQUINOL S.A.
MAGNY-VERNOIS
70200 LURE
FRANKREICH

Kontaktangaben zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:

Vetoquinol GmbH
Reichenbachstr. 1
D-85737 Ismaning
Tel: +49 (0)89 999 79 74 – 0

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

VETOQUINOL SA
MAGNY-VERNOIS
70200 LURE
FRANKREICH

Oder

VETOQUINOL BIOWET SP. Z O.O.
ul. Kosynierów Gdyńskich 13-14
66-400 Gorzów Wielkopolski
POLEN

Mitvertreiber:
VETOQUINOL GMBH
Reichenbachstr. 1
85737 Ismaning
DEUTSCHLAND
Tel: +49 (0)89 999 79 74 – 0

WEITERE INFORMATIONEN

Verschreibungspflichtig